Die Intention dieses Kleinverlages ist es Bücher zu verlegen, die sich durch eine äußerst sorgfältige Konzeption, Gestaltung und Herstellung auszeichnen. Signifikant für die bisher erschienenen Publikationen ist eine konsequente Buchgestaltung, die sich dem Inhalt unterordnet und sich somit nicht nach den Verwertungskriterien des Buchhandels oder denen der Kunst- und Kulturindustrie richtet. Entsprechend geht es uns nicht um »Auflage« oder »Verkaufszahlen«. Diese Edition versteht sich als ein nicht gewinnorientiertes Unternehmen; der hier anfallende Mehrwert ist im besten Fall ein ideeller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raul Zelik

Friss und stirb trotzdem
Berliner Verhältnisse
La Negra
Der bewaffnete Freund
Alle Storys

Teilweise schon länger vergriffen – nun endlich wieder erhältlich! Wir freuen uns sehr die Romane und den Erzählband von Raul Zelik wieder verfügbar zu machen. Raul Zelik, 1968 in München geboren, seit 1996 freier Schriftsteller. Walter-Serner-Preis und diverse literarische Auszeichnungen. Nach längeren Aufenthalten in Kolumbien und Venezuela lebt Zelik seit 2013 wieder in Berlin. 1997 veröffentlichte er seinen Debütroman ›Friss und stirb trotzdem‹, in dem der Tod des rechtsextremen Gerhard Kaindl verhandelt wird. Ab 1999 folgten Romane und Sachbücher zu Lateinamerika, 2001 ein Drehbuchprojekt mit dem Regisseur Detlev Buck. Der Durchbruch gelang Zelik mit dem Roman ›Berliner Verhältnisse‹, der 2005 für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Zeliks darauf folgender Roman ›Der bewaffnete Freund‹, der den baskischen Konflikt anhand einer ungleichen Freundschaft erzählt, wurde von Beatrix Langner in der Neuen Zürcher Zeitung als »wohltuendes Antidot gegen die aufgeheizten Terrorismusdiskurse« bezeichnet. Als Publizist schreibt Zelik v.a. für die Schweizer Wochenzeitung. Außerdem produziert er für WDR und Deutschlandfunk regelmäßig Hörfunk-Features. // Inhaltsübersicht ...

 

 

 

 

156, 256, 296, 228 und 222 Seiten
135 x 210 mm
Hardcover, leicht gerundeter Rücken mit Buchschleife, Gesamtausgabe im Leinen gebundenden Stehschuber
Euro 68.–

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friss und stirb trotzdem
156 S.
ISBN 978-3-941959-08-8
Euro 16.–

Berliner Verhältnisse
256 S.
ISBN 978-3-941959-09-5
Euro 17.–

La Negra
296 S.
ISBN 978-3-941959-10-1
Euro 18.–

Der bewaffnete Freund
228 S.
ISBN 978-3-941959-11-8
Euro 17.–

Alle Storys
222 S.
ISBN 978-3-941959-12-5
Euro 17.–

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Jean Claude Mouton Berlin Paris

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jean Claude Mouton

L'espace entre – territoires urbains

Seit den frühen 90er-Jahren begann Jean Claude Mouton seine Beobachtungen im urbanen Raum fotografisch festzuhalten. Nach Berlin folgten später weitere Orte: Paris, Nanterre und Dunquerke (Dünkirchen). Im zeitlichen Verlauf eines Viertel-Jahrhunderts ist daraus nun eine Publikation entstanden, die auch als ein fotografisches Skizzenbuch »gelesen« werden kann. Ort und Zeit prägen die Fotografie als Medium grundlegend, aber ebenso zeigen diese »Ortszeiten« den Wandel in der Gesellschaft an – Architektur und Städtebau repräsentieren immer auch Machtverhältnisse, mehr oder weniger sichtbar. Jean Claude Mouton gelingt es mit äußerst subtilen und präzisen »Skizzen«, die Veränderung, die »Baustelle« bildhaft einzufrieren. Nicht das davor und das danach hat hier Bedeutung, sondern der Eingriff und die Besitznahme selbst. Im begleitenden Essay der Publikation schreibt Andrea Gnam (...) Wie ausgezeichnet Fotografie indes sich gerade auch dazu eignet, die wechselnden Zustände und Veränderungen einer städtischen Region im Bild festzuhalten, so dass sich über einen größeren Zeitraum hinweg verfolgen lässt, wie Raumaufteilung, Leerfläche, Werbetafeln und bevorzugte Farben zu historischen Kenngrößen des Stadtbilds werden können, zeigen Jean Claude Moutons Arbeiten. Was synthetisiert unser inneres Auge – jenseits des spektakulären Geschehens wie etwa seinerzeit den Taucharbeiten in der überfluteten Baugrube am Potsdamer Platz oder der touristisch attraktiven roten Infobox, von der aus man von oben auf das Geschehen herab blicken konnte, wenn wir die banaleren Prozesse des Bauens unmittelbar vor uns sehen: Erdarbeiten, Aushub, Rohre und Kabel, Umleitungen und versperrte Durchfahrten?// mehr ...

 

 

 

 

96 Seiten
160 x 220 mm
145 Abbildungen
Mit einem Essay von Andrea Gnam
Fadenheftung, Schweizer-Broschur mit offenem Rücken und Streifschuber
ISBN 978-3-941959-06-4, (978-3-941959-07-1 / edition française)
Euro 25.–

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K. Olectiv
Die letzten Tage von ...
Eine Recherche zum kollektiven Fortsetzungsroman in der ›Roten Fahne‹ von Emanuel Bruck und Jürgen Kuczynski – zusammengestellt von Gaston Isoz und Thomas Möbius

»Die letzten Tage von …« erschien vom 16. Oktober bis zum 4. Dezember 1931 als kollektiver Fortsetzungsroman in der KPD-Zeitung ›Die Rote Fahne‹. Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise. In Deutschland nahm die Zahl der Firmenpleiten immer weiter zu, die Industrieproduktion sank um rund vierzig Prozent, in einzelnen Branchen noch dramatischer. Ende 1931 lag die Arbeitslosigkeit in Deutschland bei über fünf Millionen. Jürgen Kuczynski analysierte und kommentierte diese Entwicklungen im Wirtschaftsteil der ›Roten Fahne‹. Unter der Überschrift ›Die Krisenwelle schwillt an‹ schrieb er am 25. August 1931: »Überall kracht es. Und überall regen sich die Totengräber des Kapitalismus, überall erwacht das Proletariat. (…) Die Lage ist günstiger denn je. Der Kapitalismus lebt nur noch in Zuckungen. Er ist geschwächt, wie er es niemals war. Alles kommt jetzt darauf an, dass das Proletariat zur Offensive übergeht, in der es fortstürmen muss, bis das freie sozialistische Deutschland errichtet worden ist«. Der Titel des Romans sollte sich jedoch in anderer Weise als prophetisch erweisen. Es waren die letzten anderthalb Jahre der Weimarer Republik. Ihr folgte nicht ein »sozialistisches Sowjetdeutschland«, sondern der Faschismus. Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Die letzte legale Nummer der ›Roten Fahne‹ erschien am 26./27. Februar 1933. Am 27. Februar erfolgte das Verbot der gesamten kommunistischen Presse.// mehr ...

 

 

 

 

208 Seiten
140 x 225 mm
30 Abbildungen
Fadenheftung, Fälzelbroschur in Mappe
ISBN 978-3-941959-05-7
Euro 24.–

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La Défense Gertrud Vogler Ersnt Seidl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

La Défense /»Métro, boulot, dodo«
Fotografien von Gertrud Vogler
Mit Textbeiträgen über Architektur und Politik von Ernst Seidl

Zu Beginn der frühen 1980er-Jahre ist Gertrud Vogler immer wieder in La Défense (der größten Bürostadt Europas) unterwegs – angezogen und gleichzeitig abgestoßen von einer ›arroganten‹ Architektur im Interesse der Konzerne, hält sie fotografisch fest, was sie interessiert. Peter Handke schrieb 1974: »La Défense müsste eigentlich Sperrzone sein – weil da die Geheimnisse der technokratischen Welt sich ganz unverschämt verraten.« Die wissenschaftlichen Textbeiträge von Ernst Seidl, der sich über viele Jahre mit La Défense, insbesondere mit dem Projekt der Grande Arche befasst hat, bilden ein spannendes ›Gegenüber‹ zur fotografischen Art des Erzählens. So eröffnen sich Perspektiven und Betrachtungsweisen, die über ihre jeweilige Entstehung hinaus wirken. // mehr ...

 

 

 

 

120 Seiten
188 x 240 mm
35 Abbildungen in Duplexqualität
Fadenheftung, Steifbroschur mit aufgesetzten Deckeln
ISBN 978-3-941959-04-0
Euro 36.–

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wir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jewgenij Samjatin
WIR
Roman

Richard Saage
Die konstruktive Kraft des Nullpunkts
Samjatins »WIR« und die Zukunft der politischen Utopie

Wie die Romane von George Orwell und Aldous Huxley, die von dem russischen Schriftsteller Jewgenij Samjatin beeinflußt wurden, gehört »WIR« zu den großen visionären Romanen des 20. Jahrhunderts. Schon 1920 entwarf Samjatin (1884–1937), von der Revolution enttäuscht, in seinem Roman die alptraumhafte Welt eines totalitären Staates. D-503, Bürger des Einzigen Staates und Konstrukteur des Raketenweltraumschiffes Integral, berichtet in seinen tagebuchartigen Einträgen vom Leben in einer strahlenden, kristallen durchsichtigen Stadt, in der die Bürger als
uniformierte Nummern leben. Von der Arbeit bis zur Liebe ist das Leben streng nach mathematischen Gesetzen organisiert, jede Regung wird beobachtet und kontrolliert. Doch D-503 entdeckt in sich dunkle Triebe aus einer längst vergangenen Zeit – bei ihm hat sich »eine Seele gebildet«. Die ganze seelenlose Ordnung der technischen Welt gerät durcheinander. // mehr ...

 

 

 

 

216 Seiten und 20 Seiten
120 x 216 mm
Fadenheftung, Steifbroschur mit aufgesetzten Deckeln
Buchschuh und Lesezeichen
ISBN 978-3-941959-03-3
Euro 24.–

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Auszeichnungen

Prämiert von der »Stiftung Buchkunst«: »Die schönsten deutschen Bücher 2011/12« Ehrendiplom beim Wettbewerb: »Schönste Bücher aus aller Welt/Best Book Design from all over the World 2013«.

Nominiert für den Designpreis Deutschland 2013 (Nominierung abgelehnt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannes Heer (Hg.)
»Stets zu erschießen sind Frauen, die in der Roten Armee dienen«
Geständnisse deutscher Kriegsgefangener über ihren Einsatz an der Ostfront

Gaston Isoz (Hg.)
»Na, was glaubst du denn, wohin wir marschieren?«
Die Aufzeichnungen meines Großvaters, Wehrmachtssoldat im Krieg gegen die Sowjetunion – ein fotografischer Essay von Jakob Gleisberg

Zwischen privater Erinnerung und kulturellem Gedächtnis der Bundesrepublik
verläuft ein mentaler Riss, was den Zweiten Weltkrieg und die Rolle der
Wehrmacht betrifft. Die aggressiven und mitunter auch gewalttätigen
Reaktionen auf die Ausstellung über die »Verbrechen der Wehrmacht« in den
späten 90er Jahren belegen dies deutlich. Auch heute, 2010, 65 Jahre nach
der Befreiung vom deutschen Faschismus, hat sich daran nichts geändert.
Dennoch sollen diese beiden Publikationen ein Beitrag gegen das Vergessen
sein. Die handschriftlichen Zeugnisse deutscher Wehrmachtsangehöriger, aus
dem Staatsarchiv in Moskau, bilden den Inhalt des Bandes: »Stets zu
erschießen sind Frauen, die in der Roten Armee dienen«. Es sind persönliche
Berichte über eigene und miterlebte Greueltaten. Sie vermitteln das Bild
eines perversen Alltags der Gewalt: eine Mischung aus Mord und Sadismus,
Raub und Menschenquälerei. Der fotografische Essay von Jakob Gleisberg,
dessen Großvater als Wehrmachtssoldat am Krieg gegen die Sowjetunion
beteiligt war, befasst sich mit der Fragestellung von Schuld und Versöhnung,
sowie dem privaten, wie kollektiven Erinnern. Von Oktober 2005 bis Januar
2006 bereist er jene Städte und Orte in Polen, Belarus und der Russischen
Förderation, die sein Großvater als Wehrmachtssoldat bekämpft hatte.
Entstanden ist eine sehr persönliche Dokumentation, eine sich
fortschreibende fotografische Erzählung. // mehr ...

 

 

 

 

88 Seiten und 56 Seiten
5 Faksimiles in SW und 45 Abbildungen in Farbe
160 x 240 mm
Fadenheftung, eng. Broschur, in Mappe
ISBN 978-3-941959-01-9 / 978-3-941959-02-6
Euro 36.–

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Auszeichnungen

Prämiert von der »Stiftung Buchkunst«: »Die schönsten deutschen Bücher 2010«,
3. Preis der Stiftung Buchkunst 2010 (Der »Preis der Stiftung Buchkunst« wird seit 1984 jährlich verliehen. Preiswürdig sind Bücher, die ein außerordentlich hohes Engagement des Verlages und aller an der Herstellung Beteiligten zeigen und die in ihrer Ausstattung und Gestaltung Impulse für die moderne Buchgestaltung geben.)

Nominiert für den Designpreis Deutschland 2012 (Nominierung abgelehnt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentumsvorbehalt 
Innerstädtische Industriebrachen und Gewerbegebiete als Ausdruck eines Transformationsprozesses politischer Systeme Berlins – fotografiert, zusammengestellt und mit Bruchstücken aus »Cluster« versehen von Gaston Isoz.

Eigentumsvorbehalt ist sicherlich kein herkömmliches/gängiges Fotobuch ein »Kunstbuch« ohnehin nicht. Dies deutet schon die Titelergänzung an: »Innerstädtische Industriebrachen und Gewerbegebiete als Ausdruck eines Transformationsprozesses politischer Systeme Berlins«. Das Werk ist »hybrid«; es besteht aus einer Bild- und einer Textebene die zusammengebracht über ihre jeweilige Entstehungsgeschichte hinausweisen, für sich genommen aber eigenständige Positionen darstellen. So gesehen ist es im engeren Sinne ein »experimentelles Buch«, die Zusammenstellung der Abbildungen und Textfragmente bildet eine provisorische/vorübergehende Übereinkunft, eine die stetig verändert und ergänzt werden könnte. Das Buch »friert« den momentanen Zustand dieses Projektes ein, stoppt den Prozess, macht ihn rückholbar. // mehr …

 

 

 

 

88 Seiten
39 Abbildungen in Tritone
220 x 300 mm
Fadenheftung, Hardcover, im Schuber
ISBN 978-3-941959-00-2
Euro 48.–

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Auszeichnungen

Prämiert von der »Stiftung Buchkunst«: »Die schönsten deutschen Bücher 2009«, Bronzemedaille beim Wettbewerb: »Schönste Bücher aus aller Welt/Best Book Design from all over the World 2010«. Begründung der Jury: »Ein außerordentliches Buch, das durch Atmosphäre und pointierte Reduktion besticht. Die Inszenierung der Seiten ermöglichen den s/w-Fotografien, ihre eigene Geschichte zu erzählen: Brachen, Lücken, menschenleere Orte sind Dokumentationen einer sich verändernden Stadtlandschaft. Der Text – mit Feinsinn als Seitenmarginalie eingesetzt und von viel Weißraum begleitet – nimmt in Aussage, Farbe und Platzierung als eigenständige Position Bezug zu den Abbildungen und ordnet sich gleichzeitig ins Gesamtgefüge des Buches ausgewogen ein. Ein mit feiner Hand äußerst sorgfältig gestaltetes Buch.«

Nominiert für den Designpreis Deutschland 2011 (Nominierung abgelehnt)

 

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